Namensgebung in Margarete-Tanner-Park

Die Grünfläche Koberger-/Uhland-/Grolandstraße soll umbenannt werden

  • von  Ruth Zadek
    31.03.2017
  • Anträge
  • Status: offen

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,  

auf Antrag der SPD Stadtratsfraktion vom 18.12.2013 wurde im Werkausschuss SÖR am 29.03.2014 zum Planungsstand Grünfläche Grolandstraße / Uhlandstraße von der Verwaltung Stellung genommen und dargestellt, wie die Fläche behutsam umgestaltet und einer besseren Nutzung durch die Bürgerinnen und Bürger zugänglich gemacht werden kann. Einiges ist inzwischen geschehen und weitere Verbesserungen stehen noch an.

Da die Grünfläche immer wieder einmal mit etwas anderen Namen bezeichnet wird (Grünfläche Uhlandstraße oder Grünfläche Grolandstraße/Uhlandstraße oder Grünfläche Koberger-Uhland-Grolandstraße) wäre schon deswegen eine eindeutige Namensvergabe sinnvoll.

Der Name sollte einen Bezug zur Örtlichkeit haben und als Gegenpol zu den nach Männern (Malern, Buchdrucker, Dichter, Adelsgeschlecht, Stadtpfeifer, Feldhauptmann) benannten Straßen der Umgebung eine Frau würdigen. Von der Nachfolgeinstitution der ehemals hier beheimaten Blinden­anstalt, dem Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte (BBS) Nürnberg, wurde als Namenspatronin Margarete Tanner vorgeschlagen. Frau Tanner (23.02.1930 - 17.01.2014) war Sonderschulrektorin und Gründerin, Lehrerin und langjährige Schulleiterin  der 1955 an der Kobergerstraße gegründeten Schule für Sehbehinderte Nürnberg. In Würdigung ihrer Leistung stellt der Direktor der BBS, Herr Patrick Temmesfeld, insbesondere heraus, dass Frau Tanner wesentlich die Didaktik der Beschulung und Förderung sehbehinderter Schüler/innen prägte und blinde und sehbehinderte Menschen in vielen behindertenspezifischen Anliegen beriet. In Anerkennung der großen Leistung erhielt sie den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.  

Deshalb stellt die SPD-Stadtratsfraktion zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden  

Antrag:  

Die Grünfläche Koberger-/Uhland-/Grolandstraße soll nach einer Person benannt werden, wie es beispielsweise in St. Leonhard zwischen Gernot- und Leopoldstraße mit der Benennung Marie-Juchacz-Park geschehen ist. Es wird vorgeschlagen, der Grünfläche den Namen Margarete-Tanner-Park zu geben und vor Ort durch entsprechende erläuternde Beschilderung auf den Namen hinzuweisen.    

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Antragstellerin

Ruth Zadek
Kulturpolitische Sprecherin