Nürnberg bewirbt sich als Europäische Kulturhauptstadt 2025

Große Chance für die Stadtentwicklung

Mit großer Mehrheit hat der Stadtrat im Dezember den Startschuss für die Bewerbung Nürnbergs als Europäische Kulturhauptstadt gegeben. Klargestellt wurde dabei vor allem, dass es nicht um einen Schönheitswettbewerb geht, sondern um neue Impulse für die Frage, wohin sich die Stadt bis 2025 entwickeln möchte.

Ähnlich wie das Dürer-Jahr 1971 oder das Stadtjubiläum im Jahr 2000 sollte die Bewerbung zur Kulturhauptstadt der Ausgangspunkt für ein neuentdecktes Wir-Gefühl, aber auch für lange wirkende neue Ideen für die Stadt sein. Das Stadtjubiläum war beispielsweise der Anstoß für Veranstaltungen wie die Blaue Nacht, Klassik Open Air oder Stadtverführungen, die heute das Bild von Nürnberg mitprägen. Es wird um einen Wettbewerb der Ideen gehen, nicht um neue Kulturbauten. In diese investieren wir unabhängig von der Frage der Bewerbung seit Jahren. Aber auch Defizite sollen benannt werden. Die Themen, die in Richtung Kulturhauptstadt eine Rolle spielen sollen, wie die Frage des Spannungsfelds von Arm und Reich im Kontext der Globalisierung, der Zuwanderung, der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, dem Leben und Arbeiten der Zukunft oder die Frage der Digitalisierung, würden uns auch ohne Bewerbung in den nächsten Jahren beschäftigen.

Die Bewerbung bietet aber die Chance, sich damit jenseits des Alltagsgeschäfts und praktisch "unter dem Brennglas" mit den Mitteln von Kunst und Kultur auseinanderzusetzen. Aus diesen Denklinien sollen nun konkrete Projektideen entstehen. Erste Ideen wie ein „Erasmus für alle“, also nicht nur Studenten, sondern z.B. auch Auszubildende finanziell bei einem Auslandsaufenthalt zu unterstützen, klingen vielversprechend und zeigen, dass es auch um konkrete Mehrwerte für die Nürnbergerinnen und Nürnberger geht. Dabei braucht es auch vor allem die Bürgerinnen und Bürger. Deshalb sind die Einrichtung eines Büros im Kunstkulturquartier als Anlaufstelle und die geplanten Veranstaltungen in verschiedenen Stadtteilen zur Bewerbung wichtig.

Erste Ideen wie ein „Erasmus füralle“, also nicht nur Studenten, Wir glauben, es ist kein Thema, das man allein in Kosten messen kann. Die veranschlagten 5 Mio. Euro für den Bewerbungsprozess sollten auf den verschiedensten Feldern einen Mehrwert für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger bringen. Wir haben bislang von diesen Selbstvergewisserungsprojekten 1971 und 2000 als Stadt immer profitiert: nicht nur durch Mehreinnahmen im Tourismusbereich, sondern vor allem als Nürnbergerinnen und Nürnberger, weil sich unsere Stadt bewegt hat. .B. auch Auszubildende fi nanziellbei einem Auslandsaufenthaltzu unterstützen, klingen vielversprechendund zeigen, dass es auch umkonkrete Mehrwerte für die Nürnbergerinnenund Nürnberger geht.Dabei braucht es auch vor allem dieBürgerinnen und Bürger. Deshalbist die Einrichtung eines Büros imKunstkulturquartier als Anlaufstelleund die geplanten Veranstaltungenin verschiedenen Stadtteilen zur Bewerbungwichtig.

Wir glauben, es ist kein Thema, das man allein in Kosten messen kann. Die veranschlagten 5 Mio. Euro für den Bewerbungsprozess sollten auf den verschiedensten Feldern einen Mehrwert für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger bringen. Wir haben bislang von diesen Selbstvergewisserungsprojekten 1971 und 2000 als Stadt immer profitiert: nicht nur durch Mehreinnahmen im Tourismusbereich, sondern vor allem als Nürnbergerinnen und Nürnberger, weil sich unsere Stadt bewegt hat.

Zum weiteren Vorgehen: Bis 2019 muss das Bewerbungsbuch abgeschlossen sein. Dann erfolgt eine Vorauswahl und es bleiben noch drei Städte im Rennen. 2020 trifft die EU die Entscheidung, wer 2025 Kulturhauptstadt Europas wird.