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Wir trauern um unseren Fraktionskollegen und Freund Herbert Dötschel.

Herbert war kein Mann, des großes Auftretens und der lauten Worte, sondern einer der vielen kleinen, konkreten, menschlichen Taten, die eine Stadt zusammenhalten. Einer, der für die solidarische Stadt gelebt hat. Über 30 Jahre war Herbert für die SPD Mitglied des Nürnberger Stadtrats – von 1978 bis 2008. Für seine Verdienste erhielt er die Kommunale Verdienstmedaille in Bronze und das Bundesverdienstkreuz am Bande. Herbert glaubte an eine solidarische Stadt – und daran, dass Politik den Alltag der Menschen besser machen muss. Als langjähriger SPD-Ortsvereinsvorsitzender in Langwasser kämpfte er für bezahlbaren Wohnraum. In Zeiten steigender Mieten und schwindender Sozialbindungen wurde er zum Ansprechpartner für verunsicherte Mieterinnen und Mieter. Er war Mitbegründer des SPD-Mieterbüros, half Mieterinitiativen und trug dazu bei, dass Menschen bleiben konnten, wo ihr Zuhause ist. Jahrzehntelang war er im Aufsichtsrat der WBG Nürnberg aktiv – und blieb es auch nach seinem Ausscheiden im Herzen. Herberts große Leidenschaft war der Sport. Von 1984 bis 2008 war er Mitglied der Sportkommission im Stadtrat, danach noch viele Jahre beratend für den BLSV tätig. Sport war für ihn mehr als Bewegung – er war Gemeinschaft, Chance, Integration. Herbert wusste um die Kraft des Sports, und er handelte danach. Das Projekt „Hinein in den Sportverein“, das Kindern aus einkommensschwachen Familien Teilhabe ermöglicht – es trägt seine Handschrift. Bei der Reform der Sportfördermittel hatte er ein besonderes Augenmerk auf die kleinen Vereine. Darüber hinaus tragen die sozialen Einrichtungen in Langwasser seinen Fingerabdruck. Wir sind dankbar für alles, was er für die Menschen in Nürnberg erreicht hat und werden Herbert Dötschel nicht vergessen.