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SPD will Würdigung für Club-Legende „Nandl“ Wenauer

SPD-Stadtratsfraktion beantragt Benennung eines Weges am Stadion nach Kapitän der Meistermannschaft Ferdinand „Nandl“ Wenauer.

Für Bürgermeister Christian Vogel und Dr. Nasser Ahmed, Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion und OB-Kanndidat, ist der 1.FC Nürnberg und seine Geschichte ein wichtiger Bestandteil der Stadtgeschichte.

„Ferdinand ‚Nandl‘ Wenauer steht wie kaum ein anderer für die große Zeit des 1. FC Nürnberg in den 1960er Jahren. Als Kapitän der Meistermannschaft und als echter Nürnberger hat er den Club geprägt – sportlich wie menschlich. Diese Leistung darf nicht in Vergessenheit geraten“, erklärt Dr. Ahmed. „Für die SPD-Stadtratsfraktion ist die Stadt Nürnberg eng mit dem 1. FC Nürnberg verbunden und dabei stets dankbar für die Außendarstellung, welche Nürnberg als Stadt durch den Club erfährt.“

Auch wenn aktuell keine Deutsche Fußball-Meisterschaft unmittelbar erwartbar ist, begeistert der Club seine vielen Fans. Letztlich auch durch seine große Historie. Die letzte glorreiche Phase in der Geschichte des 1.FC Nürnberg war in den 1960er Jahren, als der Club zwei Meistertitel und einen Pokalsieg holte.

„Die damalige Mannschaft ist vielen in Erinnerung, im Stadtbild ist sie bisher aber nicht verewigt – das soll sich jetzt ändern. Der Kapitän, das Gesicht dieser Mannschaft und noch dazu einer der seiner Heimatstadt Nürnberg stets eng verbunden war, ist der ehemalige Abwehrspieler Ferdinand „Nandl“ Wenauer“, so Bürgermeister Vogel.

Wenauer geboren am 26.4.1939, war mit 706 Einsätzen einer der treuesten Spieler des 1. FC Nürnberg – nur Max Morlock und Luitpold Popp brachten es auf mehr Einsätze. Nandl Wenauer spielte viermal in der deutschen Nationalmannschaft und erkämpfte zwei Deutsche Meisterschaften, 1961 und 1968. 1962 gewann er mit dem Club den DFB-Pokal. Er war zweifelsohne ein Aushängeschild für den Club und auch für seine Heimatstadt Nürnberg

Sein wahrscheinlich größter Tag, war der 24. Juni 1961. Da wurde er mit seinem Club erstmals Deutscher Meister.

Wenauer war ein echter Nürnberger und Clubberer: Er hielt dem 1. FCN in zwölf Jahren aktiver Zeit immer die Treue. Nach seiner aktiven Zeit widmete sich der gelernte Buchdrucker seinem Schreibwarengeschäft in der Äußeren Laufer Gasse in Nürnberg. Er spielte noch drei Jahre lang beim benachbarten FC Herzogenaurach, dann trainierte er den Nürnberger Stadtteilverein TSV Altenfurt sowie SpVgg Jahn Forchheim. Später war er auch noch beim mittelfränkischen Landesligisten FSV Bad Windsheim tätig. Der Nürnberger Nationalspieler wurde nur 53 Jahre alt – er starb plötzlich und unerwartet am 27. Juli 1992 an Herzversagen.

Als Erinnerung für seine Verdienste um den Sport und als Würdigung für seine Leistungen beantragt die SPD Stadtratsfraktion anlässlich seines „größten Tages“, der sich in diesem Jahr am 24. Juni zum 65 mal jährt, den Weg laut beiliegenden Plan im Stadion- Umfeld nach Ferdinand „Nandl“ Wenauer zu benennen.

Vogel und Dr. Ahmed sind sich einig: „Das ist eine schöne und gerechte Würdigung für den Clubberer Wenauer. Der Zeitpunkt zum 65.-jährigen Jubiläum bietet sich förmlich an, den Weg nach Ferdinand Wenauer zu benennen – wenn nicht jetzt wann dann!“