Das Deutschlandticket ist soziale Politik für die Mitte
Dr. Nasser Ahmed, OB-Kandidat und Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion Nürnberg, erklärt zur aktuellen Verkehrsministerkonferenz:
„Die Schmerzgrenze ist erreicht. Keine weitere Preiserhöhung beim Deutschlandticket! Das Deutschlandticket ist ein Erfolgsmodell. Wenn die Ministerinnen und Minister jetzt den Preis gleich wieder erhöhen, legen sie die Axt an die größten Erfolge im Nahverkehr seit Jahrzehnten. Wer das Ticket jedes Jahr wieder infrage stellt, wirkt nicht verlässlich und verspielt Vertrauen. In Deutschland, Bayern und in Nürnberg sind Millionen Menschen umgestiegen. Bund und Länder müssen jetzt ihrer Verantwortung gerecht werden, die Finanzierung zu sichern.
Das Deutschlandticket ist nicht nur Verkehrspolitik, sondern auch Sozialpolitik. Es entlastet die Mitte unserer Gesellschaft, die jeden Tag hart arbeitet. Wer die Preise erhöht, belastet genau diese Menschen: die Krankenschwester aus dem Landkreis, den Polizeibeamten aus Schwabach, die Verkäuferin aus dem Umland. Wenn sich das Ticket für sie nicht mehr lohnt oder sie das Vertrauen verlieren, dass es langfristig verfügbar bleibt, steigen sie lieber wieder ins Auto. Mit mehr Stau, mehr Abgasen und weniger Lebensqualität für alle.
Gerade Bayerns Verkehrsminister Bernreiter hat das Ticket schon mehrfach infrage gestellt. Das darf er nicht weiter tun. Im Sinne Bayerns muss er die Pendlerinnen und Pendler vom Land und die Städterinnen und Städter gleichermaßen vertreten und nicht im Stich lassen.
Statt Zweifel und Blockaden braucht es eine klare Zusage: Bund und Land müssen dauerhaft die Finanzierung sichern, damit das Deutschlandticket bleibt, was es ist. Es ist die größte soziale und ökologische Errungenschaft im Nahverkehr seit Jahrzehnten.“

