Nürnbergs SPD-Oberbürgermeisterkandidat und SPD-Fraktionsvorsitzender Nasser Ahmed will Wohnviertel von parkenden LKW und großen Transportern befreien – und hofft, dass unter dem neuen Bundesverkehrsminister endlich Bewegung in die Sache kommt.
„Die Realität in unseren Stadtteilen ist klar: Der Parkplatzdruck nimmt immer weiter zu, gerade abends finden viele Anwohnerinnen und Anwohner keinen Stellplatz mehr“, so Ahmed. „Gleichzeitig blockieren immer mehr große Lieferwagen und LKW unsere Wohnstraßen – das ist unzumutbar.“
Neuer Minister, neue Hoffnung – nachdem alte Minister versagt haben
Ahmed macht deutlich, dass das Thema in Berlin bislang sträflich ignoriert wurde:
„Mehrere Bundesverkehrsminister haben sich um dieses Problem einfach nicht gekümmert. Und das obwohl Kommunen seit Jahren auf mehr Handlungsspielraum drängen. Ich hoffe sehr, dass der neue Bundesverkehrsminister endlich zuhört – und uns Städte machen lässt, was vor Ort nötig ist.“
Konkret fordert Ahmed eine Änderung der Straßenverkehrsordnung (§12 StVO):
„Aktuell dürfen Städte LKW erst ab 7,5 Tonnen gezielt aus Wohngebieten verbannen. Wir wollen die Grenze auf 3,5 Tonnen senken. Das würde uns ermöglichen, gegen parkende Transporter vorzugehen – dort, wo sie Anwohnerinnen und Anwohner belasten.“
Auch ohne Bundesgesetz: Mutige Lösungen vor Ort
Bis es so weit ist, will Ahmed auch in Nürnberg aktiv werden:
„In besonders betroffenen Straßen könnten wir per Beschilderung – etwa mit dem Parkzeichen und dem Zusatz ‚Nur PKW‘ – das Abstellen von Transportern unterbinden. Die Rechtslage ist zugegeben nicht eindeutig, aber ich bin überzeugt: Wir müssen es versuchen. Wenn nötig, klagen wir das durch.“
Für mehr Lebensqualität in Nürnbergs Stadtteilen
Ahmed betont, dass es bei der Debatte nicht um pauschale Verbote geht – sondern um gesunden Menschenverstand: „Unsere Wohngebiete sind zum Wohnen da – nicht als Abstellfläche für tonnenschwere Fahrzeuge. Parkende LKW bedeuten mehr Lärm, schlechtere Luft und oft sogar Sichtbehinderungen, die Kinder und ältere Menschen gefährden.“ Sein Ziel: Lebenswerte, sichere und ruhigere Wohnviertel – mit fairer Parkplatzverteilung.

