SPD-Stadtratsfraktion sieht in Ergebnissen der Verkehrszählung Bestätigung für faktenbasierte zukunftsgerichtete Verkehrspolitik.
„Alle in Nürnberg sollen die Chance haben sicher, bezahlbar und klimafreundlich unterwegs zu sein – unabhängig von Einkommen und Wohnort. Nürnberg braucht eine Mobilitätspolitik, die alle mitnimmt. Ich halte nichts von Verboten, sondern setze darauf, das Umsteigen attraktiver zu machen. Die aktuellen Zahlen zeigen: wir sind auf dem richtigen Weg und werden weiterhin auf den Ausbau des ÖPNV, der Radwege und auf fußgängerfreundliche Stadtteile setzen“, kommentiert Dr. Nasser Ahmed, Fraktionsvorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion und OB-Kandidat der SPD die heute vorgestellten Ergebnisse der Verkehrszählung.
Der Bericht zur Verkehrszählung ergab, dass der Anteil des motorisierten Individualverkehrs im Jahr 2024 nur noch bei 33 Prozent lag. Ein Rückgang von fünf Prozentpunkten gegenüber 2019. Gleichzeitig wuchs der Anteil des Umweltverbundes auf 67 Prozent.
„Die Umsetzung des Mobilitätsbeschlusses und die zukunftsgerichtete Verkehrspolitik wirkt. Ein leistungsfähiger ÖPNV und die Verbesserungen bei der Infrastruktur für Rad- und Fußverkehr machen es den Menschen einfacher umzusteigen. Dazu gibt es mit dem Deutschlandticket und dem Nürnberger Sozialticket attraktive Preismodelle“, so die Einschätzung von Yasemin Yilmaz, Mitglied im Verkehrsausschuss. „Wir setzen auf eine faktenbasierte Verkehrsplanung statt auf die einseitige Bevorzugung einzelner Verkehrsformen und setzen Prioritäten, statt das Prestigeprojekt Magnetschwebebahn durchzusetzen. Unsere U-Bahn ist ein Paradebeispiel für unseren erfolgreichen ÖPNV und ist zum Rückgrat des fließenden Verkehrs in Nürnberg geworden. Wir stehen zur bereits beschlossenen Straßenbahnlinie – ein Projekt, das tausenden Menschen im Alltag nutzt und echte Verbindungen schafft.“
Künftig wird man mit der Straßenbahn ohne Umstieg vom Stadtpark über den Hauptbahnhof bis zum Südklinikum fahren können – ein klarer Vorteil gegenüber der Magnetschwebebahn. Und auch an anderen Stellen, wie beispielsweise beim Lückenschluss in der Minervastraße, setzt die SPD auf einen starken schienengebundenen ÖPNV mit einem attraktiven Großstadttakt. Für den Ausbau haben die Sozialdemokraten im Rathaus ein Investitionspaket von 250 Millionen Euro durchgesetzt.
Sorgen bereitet den Verkehrsexpert*innen der SPD-Stadtratsfraktion, dass Nürnberg zur „Stauhauptstadt“ gekürt wurde (Bayerns Städte im Stau-Check – das Verkehrsjahr 2025 | BR24) und die Tatsache, dass parkende Autos immer mehr Platz in Anspruch nehmen.
„Hier hat Nürnberg in den letzten sechs Jahren zu wenig Fortschritte gemacht. Die Menschen sind frustriert vom Stillstand. Gegen den Baustellenfrust werden wir strategisch vorgehen und haben einen 5-Punkte-Plan vorgestellt. Für weniger Parkplatzärger treiben wir den Ausbau von Quartiersparkhäusern voran und wollen nachts ungenutzte Flächen wie Supermarktparkplätze für parkplatzsuchende Menschen öffnen“, so Dr. Ahmed.
Abschließend würdigen Dr. Ahmed und Yilmaz noch den Einsatz der knapp 270 Schülerinnen und Schüler aus den Nürnberger Gymnasien, die den Verkehr gezählt haben und somit die Datengrundlage für den Bericht geliefert haben:
„Ein herzliches Dankeschön möchten wir an alle richten, die an der Verkehrszählung mitgewirkt haben. Das ist ein großartiges Engagement, ohne das eine faktenbasierte Verkehrspolitik deutlich schwerer möglich wäre.“


