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Frühere Sparkasse soll Kunst- und Begegnungsort werden

Ausschuss berät Wettbewerbsergebnis für Wohnraum an der Maximilianstraße

Die frühere Sparkassen-Filiale an der Maximilianstraße steht mittlerweile unter Denkmalschutz. Eigentlich hätte sie im Zuge der Bebauung des angrenzenden Areals abgebrochen und in ein neues Bebauungskonzept integriert werden sollen. Nach aktuellen Überlegungen bleibt das von dem Architekten geplante Gebäude jedoch erhalten – und erhält nach dem Willen der SPD eine neue, kulturelle Nutzung.

„Über die Ästhetik des Gebäudes lässt sich trefflich streiten. Aber außergewöhnlich und stadtbildprägend ist sie allemal. Wir möchten nun aus der Not eine Tugend machen und dort einen Kunst- und Begegnungsort für das Quartier schaffen“, erklärt der SPD-Oberbürgermeisterkandidat Dr. Nasser Ahmed.

Auf Vermittlung von Stadtkämmerer Thorsten Brehm wird das Gebäude bereits jetzt der Künstlergruppe „DER KREIS“ zur Zwischennutzung überlassen. Unter dem Titel MaxiKunst finden dort wechselnde Ausstellungen statt, die das denkmalgeschützte Gebäude für die Öffentlichkeit öffnen und einen neuen kulturellen Anziehungspunkt im Stadtteil schaffen.

Unabhängig davon schreitet die Entwicklung des gesamten Areals zwischen Fürther Straße, Maximilianstraße und Justiz voran. Für die Bebauung des Gesamtareals wurde ein städtebaulich-freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb ausgelobt. Ziel ist es, neuen Wohnraum zu schaffen und diesen durch soziale Infrastruktur, Gewerbe sowie eine öffentlich zugängliche Grünfläche zu ergänzen.

„Die Brache ist optimal erschlossen und faktisch schon versiegelt. Es ist deshalb richtig, dass dort endlich Wohnraum entsteht“, so Ahmed.

Der im April 2025 gestartete Wettbewerb stieß auf große Resonanz: Zehn renommierte Planungsbüros reichten Entwürfe ein. Eine Fachjury vergab drei Preise, die nun im Stadtplanungsausschuss beraten werden.

Den ersten Preis erhielt das Berliner Büro TELEINTERNETCAFE Architektur und Urbanismus mit Partnern aus Berlin, Hamburg und Nürnberg. Der Siegerentwurf sieht ein dichtes, urbanes Quartier mit lebendigen Erdgeschossnutzungen, einem neuen öffentlichen Platz sowie einem markanten Hochpunkt vor. Vorgesehen sind unter anderem Wohnungen, eine Kindertagesstätte, gewerbliche Nutzungen und großzügige, klimaresilient gestaltete Freiräume.

Der Erhalt des denkmalgeschützten Sparkassengebäudes ist dabei ausdrücklich Bestandteil der Planung. Es soll als identitätsstiftendes Element in das neue Quartier eingebunden werden und bietet – ergänzend zur bereits laufenden Zwischennutzung – langfristig Potenzial für kulturelle und öffentliche Nutzungen.

Im nächsten Schritt soll auf Grundlage des Siegerentwurfs ein Rahmenplan erarbeitet werden, der die Empfehlungen der Jury aufgreift und die Basis für das weitere baurechtliche Verfahren bildet.

Ziel ist eine nachhaltige, sozial durchmischte und städtebaulich hochwertige Entwicklung, die sowohl neuen Wohnraum schafft als auch dem Quartier neue öffentliche und kulturelle Impulse gibt.

Hintergrund:

Weiterführende Informationen und die Ergebnisse des städtebaulichen Wettbewerbs finden sich im Ratsinformationssystem der Stadt Nürnberg unter TOP Ö9 der Sitzung des Stadtplanungsausschusses am 18.12.2025:

SessionNet | Sitzung des Stadtplanungsausschusses – 18.12.2025 – 15:00 Uhr – Rathaus, Fünferplatz 2, Großer Sitzungssaal