Home > Ein Platz für Kurt Eisner!

SPD-Stadtratsfraktion beantragt Benennung eines Platzes oder einer Straße nach dem ersten Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern.

„Wir wollen einen Kurt-Eisner-Platz in Nürnberg. Der erste Ministerpräsident des Freistaats Bayern sollte unbedingt auch in Nürnberg mit einem Platz oder einer Straße gewürdigt werden“, stellt Dr. Nasser Ahmed, OB-Kandidat und Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, klar.

Am 8. November 1918 hat der Sozialdemokrat Kurt Eisner den Freistaat Bayern ausgerufen und wurde wenige Monate danach, am 21. Februar 1919 ermordet. Er war der erste Ministerpräsident des Freistaats Bayern. Vor seinem Umzug nach München hat Kurt Eisner mehrere Jahre in Nürnberg gelebt und war von 1907-1910 als Chefredakteur der „Fränkischen Tagespost“ tätig.

„In Nürnberg ist es üblich, Straßen und Plätze nach verdienten Politiker:innen, auch der Landes- und Bundesebene zu benennen. Jede:r Nürnberger:in kennt den Friedrich-Ebert- und den Willy-Brandt-Platz oder die Dr. Gustav-Heinemann-Brücke. Ich bin mir sicher, dass sich ein passender Ort findet, an dem an Kurt-Eisners Verdienste um die Demokratie und seine herausragende Bedeutung für den Freistaat Bayern erinnert werden kann“, erklärt Christine Kayser, Fraktionsvorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion.

In der Regel dauert es mehrere Jahre, bis eine Straßenbenennung oder -umbenennung abgeschlossen ist. Kompetente Historiker:innen sowie das Stadtarchiv werden in den Prozess mit einbezogen. Die Nürnberger Sozialdemokrat:innen finden dieses Vorgehen absolut positiv. So kann auch das Wirken Kurt Eisners in Nürnberg eine wissenschaftsbasierte Würdigung durch die Stadt erfahren.