Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
bei vielen Reisenden erfreuen sich Internetdienste großer Beliebtheit, die bei Städtereisen eine Vielzahl von Attraktionen auflisten und eine unmittelbare Buchung über den Internetdienst ermöglichen. Diese Buchung beinhaltet vielfach nicht nur den Erwerb von Eintrittskarten, sondern zugleich einen privilegierten Zugang zu den Einrichtungen. Mit der Buchung dürfen die Touristen also teilweise an etwaigen Warteschlangen vorbeigehen. Viele Reisende planen ihre Aufenthalte mithilfe derartiger Internetdienste und informieren sich dort über das kulturelle Angebot ihres Reiseziels. Auch Einheimische suchen hier teilweise nach Inspirationen für die Gestaltung ihrer Freizeit.
Ein Beispiel für einen derartigen Internetdienst ist das Buchungsportal „Getyourguide“. Im Städteangebot für Nürnberg sind derzeit vorwiegend geführte Stadtrundgänge zu finden. Auch das Zukunftsmuseum ist im Buchungsangebot abrufbar. Städtische kulturelle Einrichtungen wie insbesondere die Museen der Stadt Nürnberg oder das Planetarium sind hier jedoch nicht gelistet. Bei einer Führung, die einen Besuch des Saales 600 im Justizgebäude beinhaltet, wird als Teil der Programmbeschreibung dargestellt, dass die Reisenden vor Ort eine Karte an der Tageskasse erwerben müssen. Andere Einrichtungen werden gar nicht erwähnt.
Zwar bestehen selbstverständlich umfangreiche Internetangebote der Einrichtungen selbst, auf denen sich die Reisenden informieren können. Auch die App „Nürnberger Quartiere“ der CTZ hält zahlreiche Informationen über kulturelle Angebote bereit. Jedoch wird offenbar aktuell die Chance nicht genutzt, die städtischen Angebote auf etablierten überregionalen Buchungsportalen zu platzieren.
Vor diesem Hintergrund stellt die SPD-Stadtratsfraktion zur Behandlung im Kulturausschuss folgenden
Antrag:
Die Verwaltung berichtet, ob und welche Überlegungen es gibt, die kulturellen Einrichtungen der Stadt Nürnberg, insbesondere die Museen der Stadt Nürnberg und das Planetarium, und ihre Angebote auf überregionalen Buchungsportalen für Reisende zu platzieren. Die Verwaltung berichtet, unter welchen Voraussetzungen dies möglich wäre bzw. welche Hindernisse aktuell gesehen werden.
Mit freundlichen Grüßen
