Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
am 8. November 1918 hat der Sozialdemokrat Kurt Eisner den Freistaat Bayern ausgerufen und wurde wenige Monate danach, am 21. Februar 1919 ermordet. Er war der erste Ministerpräsident des Freistaats Bayern.
Vor seinem Umzug nach München hat Kurt Eisner mehrere Jahre in Nürnberg gelebt und war von 1907-1910 als Chefredakteur der „Fränkischen Tagespost“ tätig.
In Nürnberg ist es üblich, Straßen und Plätze nach verdienten Politiker:innen, auch der Landesund Bundesebene zu benennen. Die Verdienste Kurt Eisners um die Demokratie und seine herausragende Bedeutung für den Freistaat Bayern stehen außer Frage, so dass die Benennung eines Platzes oder einer Straße zur Erinnerung an ihn geprüft und gegebenenfalls umgesetzt
werden sollte.
Kompetente Historiker:innen sowie das Stadtarchiv sollen in den Prozess mit einbezogen werden. So kann auch das Wirken Kurt Eisners in Nürnberg eine wissenschaftsbasierte Würdigung durch die Stadt erfahren.
Die SPD-Stadtratsfraktion stellt daher folgenden
Antrag:
Die Verwaltung prüft eine Benennung einer Straße oder eines Platzes nach Kurt Eisner und stellt
geeignete Vorschläge für Plätze oder Straßen vor, die für eine (Um-) Benennung in Frage
kommen.
Mit freundlichen Grüßen

