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Anwohnerschutz und Verkehrskonzept bei Rock im Park Verbesserung der Verkehrs- und Parksituation in angrenzenden Wohngebiete

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister

Rock im Park ist ein bedeutendes kulturelles Highlight unserer Stadt mit überregionaler Strahlkraft und hoher Besucherzahl. Gleichzeitig führt es alljährlich zu erheblichen Belastungen für die Anwohnerinnen und Anwohner in den angrenzenden Wohnvierteln. Insbesondere im Bereich rund um die Dutzendteich-Siedlung, Teile von Langwasser-Nord, rund um den Luitpoldhain sowie Teile der Südstadt.

Es erreichten uns zahlreiche Rückmeldungen von Bürgerinnen und Bürgern, die deutlich machten, dass es in diesen Vierteln während der Festivalzeit zu chaotischen Zuständen beim ruhenden Verkehr kommt. Parkplätze mitten in Wohngebieten werden von auswärtigen Besuchern blockiert, illegales Parken nimmt zu, Abschleppmaßnahmen fehlen weitgehend, und Anwohnerinnen und Anwohner finden oft ab dem frühen Abend keinen Parkplatz mehr in ihrer Straße.

Bereits am Aufbautag des diesjährigen Festivals kam es auf Haupt- und Nebenstraßen zu erheblichen Staus und Verkehrsbehinderungen, teils über mehrere Stunden hinweg. Vor allem die Bayernstraße war betroffen, der Parkplatz am Volksfestplatz war bereits in den Morgenstunden des Anreisetags vollständig belegt. Wie uns berichtet wurde, war der Verkehr nicht effizient gelenkt, teilweise kam es sogar zu fehlerhaften Auskünften von Seiten des Ordnungsdienstes. Viele Besucherinnen und Besucher suchten ohne Orientierung nach Parkmöglichkeiten mitten in Wohngebieten. Dies führte nicht nur zu Stresssituationen für Anwohnende, sondern auch zu unnötigen Rückstaus und Sicherheitsrisiken für Fußgängerinnen und Fußgänger und Radfahrende.

Daher ist es dringend erforderlich, dass künftig eine deutlich verbesserte Verkehrslenkung für den Kfz-Verkehr in und um das Festivalareal eingerichtet wird – etwa durch frühzeitige Umleitungen, digitale Verkehrsführung, temporäre Beschilderungen und ein besseres Parkleitsystem, das anreisende Gäste gezielt auf geeignete Stellplätze außerhalb der Wohngebiete verweist

Obwohl die Tickets die kostenlose Nutzung des ÖPNV beinhalten, besteht noch deutliches Steigerungspotenzial bei der Nutzung des ÖPNV bei An- und Abreise zum Festival.

Vor diesem Hintergrund stellt die SPD-Stadtratsfraktion zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden

Antrag 

Die Verwaltung berichtet zum Verkehrskonzept zu Rock im Park 2025 und geht dabei insbesondere auf die Verkehrs- und Parkprobleme in den angrenzenden Wohngebieten sowie die Ursachen dafür ein.

Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit dem Veranstalter von Rock im Park und der VAG ein überarbeitetes Verkehrskonzept für die Festivaldurchführung vorzulegen, das insbesondere folgende Punkte umfasst:

  1. Konkrete Maßnahmen zum Schutz der Wohngebiete:
    – Prüfung und ggf. Einrichtung temporärer Anwohnerparkzonen während des Festivals (z. B. mit Ausnahmegenehmigungen).
    – Temporäre Absperrungen oder Zufahrtskontrollen in besonders betroffenen Straßen
    – Verstärkte Verkehrsüberwachung, insbesondere in den Abend- und Nachtstunden.
  2. Stärkere Lenkung des Besucherverkehrs auf den öffentlichen Nahverkehr:
    – Verbesserung der Kommunikation: verstärkte Hinweise auf ÖPNV-Nutzung im Vorfeld und auf den Tickets
    – Erweiterung der Kapazitäten im ÖPNV zu den An- und Abreisezeiten
    – Einrichtung von Park+Ride-Angeboten mit Shuttleverkehr zum Festivalgelände
  3. Transparente Kommunikation und Beteiligung der Anwohner*innen:
    – Frühzeitige Information der Anwohnerschaft über verkehrliche Maßnahmen
    – Einrichtung einer festen Anlaufstelle während des Festivals (z. B. Hotline oder mobiles Bürgerbüro)
    – Beteiligung von Vertretern der betroffenen Stadtteile an der Entwicklung des Konzepts
  4. Ziel ist ein ausgewogenes Konzept, das den Bedürfnissen der Festivalgäste ebenso gerecht wird wie dem berechtigten Anspruch der Anwohnerinnen und Anwohner auf Sicherheit, Ruhe und verlässliche Mobilität im eigenen Wohnumfeld.

Mit freundlichen Grüßen