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Nürnberg zur exenfreien Zone machen!

„Exen, Abfragen aus dem Nichts und Bulimielernen gehören abgeschafft. Wir wollen allen Nürnberger Schülerinnen und Schülern die Chance auf moderne Methoden und Freude am Lernen ohne Panik geben. Schule soll für Kinder, Jugendliche und Familien keine Dauerbelastung sein.“, stellt Dr. Nasser Ahmed, Fraktionsvorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion und OB-Kandidat der SPD klar. „Exen sind ein Lotteriespiel: wer hat auf das richtige Fach gesetzt? Wer konnte am richtigen Tag gut lernen? Wessen Eltern konnten im richtigen Moment helfen und motivieren? Das ist weder fair noch zeitgemäß.“

Unangekündigte Tests lösen häufig Stress und Panik aus. Eine Petition gegen Exen, gestartet von einer 17-jährigen Schülerin aus Bayern, hat Zehntausende von Unterschriften gesammelt. Viele Erziehungswissenschaftler:innen und BiIdungsexpert:innen sowie Eltern- und Lehrerverbände unterstützen die dort genannten zentralen Forderungen. Zwar ist die Petition gescheitert, die Stadt München jedoch hat zahlreiche Forderungen für ihre Schulen übernommen. Denn bereits heute haben viele Schulen unterschiedlicher Schularten – nicht nur Gymnasien – schon freie Hand, ob sie unangekündigte Leistungsnachweise durchführen wollen oder nicht.

„Wir sollten die städtischen Schulen ermutigen, alternative Prüfungsformen zu nutzen. Diese gibt es, hier kann auf bereits vorhandene Erfahrungen zurückgegriffen werden. Schule muss jungen Menschen auch soziale und emotionale Kompetenzen an die Hand geben – und diese werden nicht gefördert durch Druck oder bulimisches Lernen“, erklärt Dr. Anja Prölß-Kammerer, schulpolitische Sprecherin der SPD-Stadtratsfraktion. „Die Erkenntnisse der städtischen Schulen sollen auch in die staatlichen Schulen in Nürnberg weitergetragen werden, um allen Kindern und Jugendlichen die gleiche Chance auf eine Schule ohne Exen zu geben.“

An den städtischen Schulen in Nürnberg gibt bereits zahlreiche Alternativen, die erprobt werden, gefördert unter anderem im Rahmen der „Vision Schule 2040“, unterstützt und koordiniert durch das Institut für Pädagogik und Schulpsychologie (IPSN).

Kontakt: Dr. Nasser Ahmed & Dr. Anja Prölß-Kammerer