Home > Minderjährige schützen, Straftaten aufklären

Minderjährige schützen, Straftaten aufklären

SPD fordert umfassende Aufarbeitung der Vorgänge an der Celtis-Anlage

Der Schutz von Minderjährigen muss oberste Priorität haben. 
Nach den bekannt gewordenen Vorwürfen zu mutmaßlicher Ausbeutung und sexualisierter Gewalt gegen minderjährige Mädchen im Umfeld der Celtis-Anlage fordert die SPD-Stadtratsfraktion eine umfassende Aufklärung der Vorgänge. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob bestehende Sicherheits-, Hilfs- und Präventionsangebote ausreichend greifen und wie gefährdete junge Menschen besser geschützt werden können.

Dazu erklärt Anil Altun, rechts- und sicherheitspolitischer Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion:
„Wenn minderjährige Mädchen im Umfeld von Drogenhandel in Abhängigkeiten gebracht und ausgebeutet worden sein sollen, darf das niemanden kaltlassen. Gerade rund um die Celtis-Anlage und den Nelson-Mandela-Platz wurde mehr Sicherheit versprochen. Jetzt braucht es eine klare Aufarbeitung, ob Schutz, Prävention und Kontrolle dort ausreichend greifen.“

Die SPD fordert von der Verwaltung eine umfassende Darstellung der Erkenntnisse zu den Vorwürfen, der bisherigen Maßnahmen sowie der aktuellen Gefährdungslage im Bereich der Celtis-Anlage. Zudem soll geprüft werden, welchen Beitrag die bestehende polizeiliche 360-Grad-Videoüberwachung zur Prävention und Aufklärung von Straftaten leistet und wo ihre praktischen oder rechtlichen Grenzen liegen. Außerdem fordert die SPD Auskunft darüber, welche Schutzketten für gefährdete Minderjährige und andere besonders vulnerable junge Menschen greifen und wie Polizei, Jugendamt, Streetwork, Drogenhilfe, Gesundheitsamt und Fachberatungsstellen dabei zusammenarbeiten. Für die SPD ist klar: Minderjährige lassen sich nur dann wirksam schützen, wenn Sicherheit, Prävention und soziale Hilfen eng verzahnt zusammenarbeiten.
Altun betont: „Sicherheit und soziale Prävention dürfen hier nicht gegeneinander ausgespielt werden. Wer Minderjährige schützen will, braucht konsequente Strafverfolgung, starke Jugendhilfe, Streetwork, Drogenhilfe und Opferschutz aus einem Guss. Nur wenn alle Stellen eng zusammenarbeiten, können wir gefährdete junge Menschen erreichen und kriminellen Strukturen den Raum nehmen.“

Die SPD erwartet darüber hinaus konkrete Vorschläge für kurzfristige und mittelfristige Maßnahmen zur Stabilisierung der Lage. Dabei soll auch geprüft werden, ob zusätzlicher personeller, finanzieller oder organisatorischer Handlungsbedarf besteht und ob bestehende Sicherheits-, Jugendhilfe- und Präventionskonzepte angepasst werden müssen.

Ziel muss es sein, gefährdete junge Menschen frühzeitig zu erreichen, wirksam zu schützen und kriminellen Strukturen konsequent entgegenzutreten.