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Bewegungsparks für Senior:innen

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

Bewegung im Alter ist ein zentraler Faktor für Gesundheit, Selbstständigkeit und Lebensqualität. Regelmäßige körperliche Aktivität trägt dazu bei, Mobilität, Gleichgewicht und Kraft zu erhalten und kann gleichzeitig helfen, Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Probleme oder Osteoporose vorzubeugen.

Bewegungsparks bieten niedrigschwellige, kostenfreie Möglichkeiten für Seniorinnen und Senioren aktiv zu bleiben. Sie kombinieren körperliche Bewegung mit sozialer Interaktion und fördern damit nicht nur die körperliche, sondern auch die mentale Gesundheit. Insbesondere in städtischen Quartieren mit hoher Wohnungsdichte oder wenig Grünflächen können Bewegungsparks einen wertvollen Beitrag zur wohnortnahen Gesundheitsförderung leisten.

In Nürnberg gibt es derzeit 20 Seniorennetzwerke, die sich in ihren Stadtteilen mit großem Engagement für ältere Menschen einsetzen. An einigen dieser Standorte bestehen bereits Bewegungsangebote im Freien, jedoch nicht flächendeckend. Ein Bewegungspark in der Nähe jedes Seniorennetzwerks würde die bereits bestehenden Strukturen optimal ergänzen. So könnten Seniorinnen und Senioren leichter aktiv werden ohne lange Wege zurücklegen zu müssen, was besonders für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder ohne eigenes Fahrzeug wichtig ist.

Darüber hinaus fördern Bewegungsparks soziale Kontakte und das Gemeinschaftsgefühl. Sie bieten Orte, an denen ältere Menschen sich treffen, gemeinsam trainieren und sich austauschen. Dies trägt dazu bei, sozialer Isolation vorzubeugen, die insbesondere im Alter ein ernstzunehmendes Problem darstellt.

Ein flächendeckendes Angebot an inklusiv gestalteten Bewegungsparks in Nürnberg unterstützt somit gleich mehrere städtische Zielsetzungen: die Gesundheitsförderung älterer Menschen, die soziale Teilhabe im öffentlichen Raum, die Barrierefreiheit sowie die Stärkung bestehender Seniorennetzwerke. Eine transparente Bestandsaufnahme der vorhandenen Anlagen ist die Grundlage, um Bedarfe gezielt zu erkennen und gezielt Maßnahmen zur Ergänzung und Verbesserung umzusetzen.

Daher stellt die SPD-Stadtratsfraktion folgenden

Antrag

Die Verwaltung berichtet:

  1. An welchen Standorten in Nürnberg derzeit bereits Bewegungsparkts oder Bewegungsflächen für Seniorinnen und Senioren bestehen
  2. In welchem räumlichen Zusammenhang diese zu den bestehenden 20 Seniorennetzwerken stehen
  3. Welche dieser Anlagen barrierefrei und inklusiv gestaltet sind.

Auf Grundlage der Bestandsaufnahme soll geprüft werden:

  1. An welchen Standorten Bewegungsparks in der Nähe von Seniorennetzwerken noch fehlen
  2. Welche städtischen oder öffentlichen Flächen sich dafür eignen
  3. Welche Fördermöglichkeiten zur Finanzierung herangezogen werden können.

Mit freundlichen Gründen