Namensschilder auch in Park- und Grünanlagen

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

regelmäßig gibt es von Seiten der Politik Vorschläge und zum Teil auch Debatten über die (Um-)Benennung von Straßen, Plätzen, Brücken oder Parks. Zuletzt wurde dabei die stärkere Berücksichtigung von Frauen bei solchen Benennungen thematisiert. Auf unseren Antrag hin wurde im Verkehrsausschuss Ende Januar beschlossen, die Grünfläche an der Ecke Koberger-/Uhland-/ Grolandstraße in Margarete-Tanner-Park zu benennen. Dabei stellte sich auf unsere Nachfrage hin heraus, dass Grün- bzw. Parkanlagen in Nürnberg generell keine „Namensschilder“ bekommen. Damit ist die Benennung einer Grünanlage bzw. eines Parks, wie z.B. im Fall des Margarete-Tanner-Parks aber konterkariert, weil damit eben gerade nicht die Würdigung des Schaffens der namensgebenden Person im öffentlichen Raum erfolgt. Im Fall des Margarete-Tanner-Parks wurde inzwischen als Einzelfall ein klassisches Straßenschild angebracht.

Um hier zukünftig eine einheitliche Regelung zu schaffen und die intendierte Würdigung einer Person im öffentlichen Raum zu ermöglichen, stellt die SPD-Stadtratsfraktion zur Behandlung im zuständigen Ausschuss folgenden

Antrag:

In benannten Park- und Grünanlagen der Stadt, dies gilt für bereits bestehende wie auch für zukünftige, werden Namensschilder ggf. mit Zusatzinformation zu der jeweiligen Person angebracht. Die Verwaltung macht Vorschläge, wie diese aussehen könnten und zeigt, ob und in welchen Fällen eine solche weitergehende Erläuterung angebracht werden könnte.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Antragsteller

Dr. Anja Prölß-Kammerer
Fraktionsvorsitzende

 

und

 

Ruth Zadek
kulturpolitische Sprecherin