Die Zukunft der Landwirtschaft und der Kulturlandschaft im Knoblauchsland sind gesichert

Agrarstrukturelles Gutachten liefert wichtige Erkenntnisse

Das Agrastrukturelle Gutachten für das Knoblauchsland hat zu wichtigen und wegweisenden Aussagen und Schlussfolgerungen für die Zukunft des Knoblauchslandes geführt. Bereits Ende 2013 hat die SPD-Stadtratsfraktion ein Gesamtentwicklungskonzept für das Knoblauchsland gefordert, um über die Zukunft der Kulturlandschaft mit ihren vielen Dörfern zu diskutieren.

„Das wichtigste Ergebnis ist die langfristige Sicherung der Landwirtschaft und der Erhalt der Kulturlandschaft im Knoblauchsland“, fasst Gerald Raschke, planungspolitischer Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion das Ergebnis des Gutachtens in einem Satz zusammen. Basis dafür ist eine gesunde und entwicklungsbereite Landwirtschaft, die erhalten und ausgebaut werden soll.

Von besonderer Bedeutung ist dabei die Tatsache, dass viele Landwirte nicht nur außerordentlich qualifiziert sind und damit bundesweit ein Alleinstellungsmerkmal aufweisen können, sondern dass sich viele Betriebe einen Ausbau der landwirtschaftlichen Tätigkeit vorstellen können. Auch die intensive Diskussion über weitere Unterglasanbauflächen könnte zu einem guten Ergebnis geführt werden, indem eindeutig Bereiche definiert wurden, wo und in welcher Intensität weitere Gewächshäuser unter Glas errichtet werden können.

Eine weitere wichtige Folgerung aus dem agrarstrukturellen Gutachten ist die Festlegung von weiteren Wohn- und Gewerbegebieten im Umfang von ca. 45 ha, mit denen wir ca. 500 – 600 neue Wohnungen bauen können. Bei der Wohnbebauung geht es grundsätzlich um Ortsabrundungen. „Unser Ziel bleibt deshalb, das Knoblauchsland sanft weiterzuentwickeln und seine Funktion als Gemüsegarten der Region zu stärken. Besonders wichtig ist uns dabei der Erhalt der dörflichen Strukturen und die Vermeidung eines Siedlungsbreis“, meint der stellvertretend SPD-Fraktionsvorsitzende Thorsten Brehm.

Nach Ansicht der SPD-Fraktion wird die Konkurrenz um die Flächen bestehen bleiben. Landwirte, Häuslebauer, Unternehmen und Naturschützer stehen im Wettbewerb um die wertvollen Flächen im Knoblauchsland. „Dieses Spannungsfeld lässt sich leider auch nicht auflösen. Aber wir können in einem fairen Dialogprozess gemeinsam Kompromisse schließen. Die bisher große Gesprächsbereitschaft aller am Diskussionsprozess Beteiligten zeigt, dass das durchaus möglich ist“, mein SPD-Stadträtin Jasmin Bieswanger, lobt vor allem das große Engagement der Landwirte und hofft, dass sich möglichst viele Bürgerinnen und Bürger an der weiteren Diskussion beteiligen.

Die Stadtverwaltung hat neben den allgemeinen Leitlinien für die Entwicklung auch alle bisher diskutierten Vorhaben im Knoblauchsland in einem Plan zusammengetragen. „Uns war wichtig eine Gesamtschau zu bekommen und keine Scheibchenbetrachtung vorzunehmen“, unterstreicht Brehm die Forderung der SPD.

SPD-Stadträtin Jasmin Bieswanger ist wichtig, dass sich möglichst viele Bürgerinnen und Bürger an der Debatte beteiligen. „Am Ende dieses Prozesses werden wir hoffentlich eine Planung erhalten, die bei allen notwenigen Zugeständnissen auf einen breiten Rückhalt in der Bevölkerung stößt.“

Mit den Beschlüssen über die „Rahmenbedingungen und Planungsgrundlagen“, dem „Agrarstrukturellen Gutachten“, den „Leitlinien der räumlichen Entwicklung“ und der „Einleitung der Änderungen im Flächennutzungsplan“ haben wir in Norden der Stadt eine „stadtentwicklungspolitische Lücke geschlossen und die Voraussetzungen für die Weiterentwicklung der Landwirtschaft und den Erhalt der wertvollsten Kulturlandschaft in Nürnberg geschaffen“, blickt Raschke abschließend optimistisch in die Zukunft.