SPD-Stadtratsfraktion irritiert über Verlegung der Wöhrder Kirchweih

Wie kam es dazu und warum kann man nicht mehr flexibel reagieren?

Die SPD Stadtratsfraktion zeigt sich irritiert über die Vorverlegung der Wöhrder Kirchweih. Die Stadtverwaltung hatte den Termin der Kirchweih in Wöhrd ohne Rücksprache mit Evangelischer Kirche und Vorstadtverein um eine Woche nach vorne verlegt (Bericht des Stadtanzeigers NN/NZ vom 5.5.2017).  

Die Kirchweih wird traditionell von kirchlichen Veranstaltungen wie Führungen, Konzerte, das „Kärwa-Cafe“ oder den Gottesdienst am Friedhof umrahmt, die bei den Bewohnern und Bewohnerinnen des Stadtteils sehr beliebt sind. Sie werden von der Evangelischen Kirchengemeinde St. Bartholomäus und dem Wöhrder Vorstadtverein organisiert. Nachdem die Evangelische Kirchengemeinde St. Bartholomäus dem Wirtschaftsreferat den Termin für den Kärwa-Start am 25. August bestätigt hatte, soll das Liegenschaftsamt auf Bitte des Schaustellerverbandes den Termin der Kirchweih ohne Rücksprache mit der Kirche oder dem Vorstadtverein auf den 18.8.2017 vorverlegt haben. Dadurch finden nun der „weltliche und der kirchliche Teil“ der Kirchweih getrennt statt.  

Es sei nachvollziehbar, dass die Evangelische Kirchengemeinde und der Vorstadtverein entsprechend irritiert seien, meint Daniela Hüttinger, die den Stadtteil Wöhrd für die SPD-Stadtratsfraktion betreut. Laut Pressebericht berichtet der Vorstadtverein von „großem Unmut“ bei seinen Mitgliedern. Seitens der Kirche ist sogar von „erheblichem Ärger“ im Kirchenvorstand die Rede. „Das ist schade für alle Wöhrderinnen und Wöhrder, gerade vor dem Hintergrund der Geschichte und Tradition der Wöhrder Kirchweih“, fügt die Stadträtin hinzu.  

Die Verwaltung solle deshalb im zuständigen Ausschuss darlegen, wie es dazu kommen konnte und warum man für dieses Jahr nicht mehr flexibel auf den Unmut über die Trennung reagieren konnte oder kann. „In jedem Fall muss sichergestellt sein, dass die Kirchweih 2018 wieder in alter Tradition als Einheit von weltlichem und kirchlichem Teil stattfinden kann!“ fordert Hüttinger und gibt sich diesbezüglich aber optimistisch: „Das haben alle in der Stadtverwaltung Beteiligten versprochen! Das darf nicht wieder passieren!“