SPD-Politiker fordern Verkehrskonzept für Nürnberger Südosten

Verkehrsentwicklung und -steuerung im Nürnberger Südosten

Der Nürnberger Südosten hat große Entwicklungsperspektiven. Mit einem integrierten Stadtteilentwicklungskonzept wurden die unterschiedlichen Einzelmaßnahmen und Diskussionsstränge in einen planerischen Rahmen eingebettet, der nun als „Kompass“ beim weiteren Vorgehen dient.

 

„Die schon heute vorhandenen Unternehmen, Einrichtungen und temporären Veranstaltungen bringen dabei eine nicht unerhebliche Verkehrsbelastung mit sich“, weiß SPD-Stadtrat Thorsten Brehm und verweist gerade auf die großen Messen sowie die Events in Frankenstadion und Arena. „Schon jetzt wird den Verkehrsteilnehmern einiges an Geduld abverlangt. Die nun anstehenden Projekte werden diese Situation eher noch verschärfen und zusätzliche Belastungsspitzen mit sich bringen.“

 

SPD-Planungssprecher Gerald Raschke teilt diese Auffassung und führt einige konkrete Vorhaben an, die in den nächsten Jahren anstehen: „Die Messe wird weiter wachsen, es gibt verstärkt Unternehmensansiedlungen entlang der Beuthener Straße und IKEA baut in der Regensburger Straße. Zudem entsteht auf dem Südbahnhof-Areal ein völlig neuer Stadtteil, der erschlossen werden muss.“

 

In den Augen von Brehm und Raschke ist die Verlängerung der Straßenbahn bis zur Rangierbahnhofsiedlung ein wichtiger Baustein für ein Verkehrskonzept ist. „Darüber hinaus ist sogar denkbar, die Trasse über die Bauernfeindstraße bis zur östlichen Seite der Messe weiterzuführen und dort auch den neuen Standort der Bertolt-Brecht-Schule an der Karl-Schönleben-Straße anzubinden“, regt Planungsexperte Raschke an und verweist auf den entsprechenden Prüfauftrag, den die SPD im Rathaus bereits auf den Weg gebracht hat.

 

Der Verkehrspolitiker Brehm ist sich allerdings sicher, dass dieser Baustein alleine nicht ausreichen wird. „Wir brauchen ein Gesamtkonzept zur Verkehrssteuerung und -lenkung im Südosten, das auch dem PKW- und LKW-Verkehr Rechnung trägt. Wir sollten frühzeitig Überlegungen anstellen und nicht erst, wenn die Probleme richtig da sind“, unterstreicht Stadtrat Brehm die SPD-Forderung. Diese habe die beiden nun in einen offiziellen Antrag an die Stadtverwaltung adressiert, die auf der Basis einer vertiefenden Analyse zur verkehrlichen Entwicklung im Verkehrsausschuss Lösungsansätze aufzeigen soll.